
Zur Vorbereitung der iNaturalist City-Nature-Challenge 2026 waren die Erwartungen zur Steigerung der Teilnehmer in der Steiermark noch gedämpft. Neben den Studierenden und Professoren der Karl-Franzens-Universität, welche von Landesorganisator Gernot Kunz jedes Jahr zur Teilnahme motiviert werden, sind die Mitarbeiter des Universalmuseums, Abteilungen Botanik, Zoologie und Mykologie Garanten für eine hohe Artenzahl, um bei der Challenge jedes Jahr im vordersten Bereich zu landen.

Die Breite in der Beteiligung unter der Bevölkerung ist jedoch ein gleichwertiges Ziel. Da haben wir noch Aufholbedarf, sind weltweit nur an der 30. Stelle und das wirkt sich auch auf die Gesamtbeobachtungen aus. Also galt es, im Vorfeld die Bevölkerung zu aktivieren. Eine sich auftuende Möglichkeit bietet sich unter den 2000 steirischen Naturschutzorganen der Berg- & Naturwacht, die faktisch das ganze Landesgebiet überwachen und ohnedies im Gelände unterwegs sind. Ein Wettbewerb sollte die Beteiligung unter den B&N steigern.

Die wichtigste Aufgabe ist jedoch eine andere. Wie bringen wir unsere Jugend dazu, sich mehr mit der Natur und Biodiversität auseinander zu setzen und gleichzeitig mit den modernen Mitteln von KI und App auf einen Lernzug aufzuspringen? Warum den nicht das Handy für eine sinnvolle Sache nutzen und gleichzeitig die abnehmenden Stunden im Biologie-Unterricht zu kompensieren. Das sehen auch die Direktionen und Biologielehrer so. Sie motivierten in ihren Schulen zahlreiche Schüler, sich in ihrer Freizeit bei der Challenge zu beteiligen. Eine höchst erfreulich Steigerung der Teilnehmerzahlen war die Folge.

Auch unter den Schulen gab es daher einen Wettbewerb in drei Kategorien. Artenzahl, Beobachter und Beobachtungen. Insgesamt konnten 15 % aller steirischen Beobachtungen und fast 20 % aller Arten von den Schüler/Schülerinnen erbracht werden. Die Begeisterung war hoch und für das nächste Jahr wird schon am Wettbewerb gefeilt.

