Winterarbeit

Keine Angst, wir sind immer noch da und leisten unseren Beitrag für die Natur. Man möchte meinen, dass es im Winter nichts zu tun gibt. Doch gerade jetzt laufen hinter den Kulissen die Vorbereitungen für das nächste Jahr.

Unsere Pläne gehen dabei von der Gestaltung der Flächen (Heueinsaat, Biotopanlagen, Streuobst-Pflanzungen, Totholzinseln), über den Einsatz von Strukturmittel (Nistkästen, Ansitzhilfen) hin zur Beobachtung von Wintergästen und Arten, die sich hauptsächlich über den Winter zeigen.

Vögel

Zu den Wintergästen können wir zählen:

  • Silberreiher – sie kommen aus dem Balaton-Gebiet und überwintern hier

Silberreiher im Überflug – Stradner Kogel

  • Singvögel aus den Alpen und Skandinavien kommen auch aufgrund der Schneelagen zu uns in den Süden – Gimpel, Kreuzschnäbel, Kernbeisser, Haubenmeisen, Misteldrossel, Wacholderdrossel

Misteldrossel

Seltene Wintergäste

  • Raubwürger – sie kommen aus den nördlichen, kontinentalen Gebieten Europas und halten sich von Oktober bis März bei uns im Freiland auf
Raubwürger
  • Seidenschwänze – sind seltene Gäste aus dem Nordosten Russlands suchen nach Misteln
  • Rosenstare – kommen aus Osteuropa und halten sich meist in Schwärmen von heimischen Staren auf
  • div. Entenarten und Wasservögel sind an unseren Teichen zu sehen – es lohnt sich bei einer Exkursion teilzunehmen

Wer zu Hause im Vogelhäuschen Futter anbietet kann sich an den Meisen, Spatzen, Rotkehlchen, Amsel, Spechten und Finken erfreuen. Im Jänner findet wieder die Stunde der Wintervögel von des gemeinnützigen Vereins Organisation Birdlife statt. Eine gute Gelegenheit sich in die Forschung ein zu bringen.

In den kommenden Jahren könnten neue Brutvogelarten ins Gebiet vorstoßen. Eine davon ist der Rotmilan, der sich vom Westen her immer weiter ausbreitet. Es wird interessant, wie er sich mit den heimischen Mäusebussarden vertragen wird.

Rotmilan

Pilze

Eine neue Gruppe von Pilzkundlern hat sich gefunden, die fast wöchentlich zusammen eine Exkursion auf verschiedene Flächen durchführt. Im heurigem Jahr konnten wir über 1000 Pilzarten beobachten und bestimmen. Im Blaurackenverein beobachten wir unsere Wiesenpilze, vor allem die Saftlinge und Wiesenkeulen und deren Vorkommen. Es handelt sich dabei um eine sehr empfindliche und gefährdete Gruppe.

Kirschroter Saftling
Wiesenkorallen