
Weinbau und Naturschutz können zusammen eine gute Ergänzung sein. Das zeigen viele Beispiele in ganz Österreich. Auch hier in Straden gibt es eine Kooperation zwischen dem Blaurackenverein Lebende Erde im Vulkanland und dem Bio-Winzer Edi Tropper jun.

Mit Zeburindern bewirtschaftet Edi Tropper die Grünflächen in seinen Weingärten und Obstanlagen. Die kleinen Rinder haben sowohl im Hang als auch in der Ebene des Sulzbachtales ihren Aktionsradius. Anstatt mit großen Maschinen die Flächen zu verdichten, sorgen die Hinterlassenschaften der Tiere für eine Anreicherung organischer Masse im Humus, für besseres Wachstum und Nahrung für die geschützten Vogelarten im Europaschutzgebiet.

Das sieht auch die Billa-Stiftung Blühendes Österreich so und unterstützt das Projekt mit der Finanzierung von 2 Weideunterständen, Weidezaunmaterial und Umtriebs-Maßnahmen aus Pfandrückgabespenden für die nächsten 3 Jahre. Im September wird es zu einem Besuch einer hochrangigen Delegation der Billa-Stiftung beim Projekt kommen.

Der Rückgang in der Grünlandbewirtschaftung trifft nicht nur die Artenvielfalt in der Region. Es geht auch um das lokale Kleinklima und den Erosionsschutz. Die letzten Abschwemmungen haben wieder gezeigt, wie sensibel die Hänge rund um Straden, ja in der ganzen Region sind. Der Verein LEiV bemüht sich seit Jahrzehnten die sensiblen Hangwiesen zu bewirtschaften. Die kleinen Rinder könnten eine zusätzliche Alternative bieten. Hier sind auch die heimische Gastronomie und der Tourismus gefordert, sonst werden unsere Hügel mit Wald zuwachsen.