Obmann Karl Lenz eröffnete die Jahreshauptversammlung und gedachte der verstorbenen Mitglieder und ihrer von uns geschätzten Beiträge zum Naturschutz. Eine Zusammenstellung über die Aktionen im abgelaufenen Jahr 2025 gab GF Mag. Bernard Wieser einem Publikum von über 45 Zuhörern im GH Pock-Puxamühle in Hof bei Straden. Er bedankt sich zuvor bei seiner Partnerin und Sekretärin Isabella Wieser, die viele der Veranstaltungen mit organisiert und vorbereitet und der gute Geist im Büro des Vereines in Stainz bei Straden ist.

Es sind natürlich schon seit Jahren die meisten Tätigkeiten vorgegeben, das Ausmaß ist jedoch ständig angestiegen und neue Projekte kommen dazu.

So werden insgesamt ca. 250 Nistkästen für verschiedene Vogelarten (Blauracke, Zwergohreule, Wiedehopf, Steinkauz und Kleinvögel) betreut, gewartet und ergänzt. Genauso ist die Erhaltung von Ansitzmöglichkeiten im Gelände obligat. In der freien Landschaft fehlen ja die Bäume und deshalb wurden schon seit den 90er Jahren mehr als 1200 Ansitzarten und Leitungen errichtet.

Ca. 300 Wiesenflächen werden gemäht, viele davon in Hanglage. Im Sommer hilft uns auch das Greencamp – (internationale junge Menschen meist mit akademischen Hintergrund, welche ehrenamtlich arbeiten und durch die Gemeinde Straden eine Unterkunft bekommen) Streuobstbäume werden ergänzt in über 60 Streuobstgärten. Einige Wasserbiotope werden gepflegt, wie z.B.: das Ausgleichsbiotop bei der Zentralkläranlage in Wilhelmsdorf oder das Biotop Neusetz an der B 66. 8 Kilometer an Feldwegen und Vorflutgräben werden gemäht und das Mähgut verbracht, um die Belastung durch Neophyten zu verhindern und wertvolle Biotopverbundelemente zu schaffen. Kiebitz Bruten werden geschützt. Fledermauswochenstuben werden zusammen mit der Berg- und Naturwacht und mit Freiwilligen gereinigt.

Mit den Schulen und der Berg- und Naturwacht gemeinsam arbeiten wir an 18 Amphibienschutzzäunen im Frühjahr. Die Schüler nehmen an der iNaturalist-CNC teil und können sich dadurch eine eigene Naturgalerie aus ihrer Umgebung zulegen. Eine Streuobstschule und Leuchtabende im Sommer bringen viele junge Leute zu den Naturschutz-Themen. Viele dieser Aktionen werden gemeinsam mit der Berg- & Naturwacht durchgeführt. Auch die Bezirksjägerschaft ist ein Partner des Blaurackenvereines. Beim Bezirksjägertag wird eine von 4 Stationen vom Blaurackenverein und der Berg- und Naturwacht betreut und 200-250 Schüler, sowie die Jägerschaft über die eigenen Naturschutzaktionen aufgeklärt und motiviert.

Es werden viele Rangertouren und Exkursionen mit interessierten Personen im Gebiet durchgeführt. Zum einen sollen mehr Leute als Multiplikatoren der Schutzgüter dienen, zum anderen soll verhindert werden, das brütende Vögel durch Fotografen oder Querfeldeingeher gestört werden.

Zahlreiche Veranstaltungen ergänzen die Tätigkeiten des Blaurackenvereines. Von der Internationalen Ramsarwanderung an der Mur über die Mitgliederversammlung zum Maiausflug. Verschiedene Kurse zum Thema Streuobst, die Nacht der Fledermäuse, das Blaurackenfest, die Streuobst-Sortenausstellung, Pilzkurse oder auch der Markt der Artenvielfalt, wo der Blaurackenverein als einzige Vogelschutzorganisation mit Biotopverbundsystemen antritt und in der Grazer Herrengasse 1000e Besucher informiert.

Die Ausgabe von 1500 Streuobstbäumen für die Europaschutzgebiete ist derzeit im Programm. Am 20. März ist die nächste Möglichkeit sich Bäume zu sichern. Anmeldungen dazu sind erwünscht. Es haben sich gleich 5 Leute aus dem Publikum dazu gemeldet.

Ab heuer soll eine Beweidung von 10 ha Talfläche durchgeführt werden. Partner ist Edi Tropper jun., der seine Zeburinder dafür zur Verfügung stellt. Ein Projekt zur Anschaffung von 2 mobilen Unterständen ist in der Einreichungsphase.


Die politischen Gäste unserer Mitgliederversammlung, angefangen von Nationalrätin Agnes Totter über Regionalvorstand Landtagsabgeordneten Michael Wagner oder Bürgermeister Anton Edler lobten unsere Arbeit und bezeugten ihre Absicht, uns auch weiterhin zu unterstützen. Die finanzielle Lage des Vereines ist nach wie vor schlecht. Wir sparen an Arbeitszeiten ein, es ist aber schon an der Grenze des Machbaren. Jeder Mitarbeiter braucht natürlich auch eine finanzielle Sicherheit. So ist jede Zusage natürlich auch eine notwendige, um fast 30 Jahre Naturschutzarbeit weiterführen zu können und die Kontinuität zu gewährleisten.